[Plotter-Anleitung] – Sticker / Labels / Logos erstellen und gestalten.

Logos erstellen,Labels erstellen, Aufkleber machen, Silhouette Software, Plotter Im Moment ist hier, ganz offensichtlich, alles auf Hund „gepolt“. Vor einiger Zeit hatte ich Euch bereits meine genähten und beplotteten Hundehalsbänder gezeigt. Auf der Suche nach weiteren Kleinigkeiten, die man für Haustiere selbst herstellen kann, bin ich auf Pinterest über ein ganz spannendes (amerikanisches) DIY gestoßen, den Link schreibe ich Euch, wie üblich, am Ende des Beitrages. Edit: Im nächsten Teil,da es sich hier nur um eine Anleitung zum erstellen von Labels/Logos/Sticker etc handelt.

Solche tollen Hundemarken wollte ich auch unbedingt haben. ABER: Es müssen ja nicht zwingend Hundemarken sein,oder? Das ganze kann man nämlich auch als Schlüssel,- oder Kettenanhänger benutzen. Oder beispielsweise als Anhänger für einen Reißverschluss. Die Möglichkeiten sind sehr vielseitig und lassen der Kreativität einigen Spielraum.

Meine Hundemarken, oder „Dog ID Tags“ möchte ich gerne mit der Silhouette Designer Edition gestalten. Zum einen, weil ich so viel mit der Software arbeite, dass es bei Word,Gimp etc. vermutlich 20 Jahre dauern würde, bis ansatzweise ein „Design“ fertig ist. Zum anderen, kann ich das ganze mit einer Anleitung bzw. einem Tutorial verbinden. Die Herangehensweise wird nämlich gern bei „Labels / Stickern / Aufklebern / Etiketten / …“ benutzt. Eigentlich sehr simpel,allerdings auf dem ersten Blick ein wenig verwirrend. *g*

Das steckt in der Anleitung drin:

Schritt 1: Die Basis erstellen
Schritt 2: Die Basis ausbauen
Schritt 3: Symbole / Wörter mit der Funktion „Text am Pfad ausrichten“ einfügen.
Schritt 4: „Verzierungen“ vornehmen.
Schritt 5: Ausgewählte Linien drucken
Designbeispiele & Video zum Fotos einfügen
Schritt 6: Drucken & Fertigstellen – Diese Möglichkeiten gibt es

Schritt 1 – Die Basis

Zu erst einmal muss man sich darüber im klaren sein,welche Endgröße die Hundemarke später haben soll, dass ist sehr wichtig, denn wir arbeiten mit Schrumpffolie. Je nach Hersteller schrumpft die Schrumpfolie prozentual verschieden ein. Bei einigen sind es 80 %, 30 % oder eben 50%. Ein Blick auf die Rückseite lohnt sich also allemal. Andernfalls könnte es passieren, dass Ihr mit der Endgröße nicht zufrieden seit.

Meine Folie schrumpft um 50% ein. Am Ende soll meine Hundemarke einen ungefähren Durchmesser von 3cm haben. Somit muss in der Software eine Größe von 6cm angegeben werden.

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Am einfachsten bekommt man einen gleichmäßigen Kreis – mit eigener Größenangabe – übrigens mit der „Skalieren – Funktion“ hin. Hier kann man, wenn man den Haken bei „Aspekt sperren“ entfernt, seine ganz eigenen Maße eingeben. So bekommt man genau die Maße, die man benötigt.

Schritt 2 :

Die Basis ausbauen: 

Um aus und mit unserem Kreis nun ein Design zu kreieren, müssen wir nun mit verschiedenen Werkzeugen und Elementen arbeiten. Bei dieser Marke möchte ich gern einen farbigen Rand haben. Damit ich diesen bekomme, muss ein zweiter Kreis her.

Diesen erstellt man am schnellsten und besten mit der Funktion „Interner Offset„.Anhand der Strecke, könnt Ihr den Abstand des äußeren Kreises zum inneren Kreis festlegen – Also: Wie groß der Abstand der beiden Linien zueinander sein soll.

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Wenn Ihr das geschafft habt, dann müsst Ihr aus beiden Kreisen einen“ Rahmen“ erstellen.Bedeutet: Ihr markiert beide Kreise und erstellt Verknüpfte Pfade – hierbei werden jetzt die beiden Linien miteinander verknüpft und es entsteht eine neue Form. Auf dem unteren Bild ist gut zu erkennen, wie es dann aussehen muss. Im Inneren des Rands befindet sich jetzt nichts mehr,die Form ist von innen also leer/transparent.

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Würden wir keine Pfade verknüpfen, so würde nur der von uns aktuell ausgewählte – oder eben beide – Kreis(e) eine Füllfarbe bekommen. Das würde dann so aussehen (Bild unten). Zur besseren Veranschaulichung habe ich beide Kreise in verschiedenen Farben eingefärbt:

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Schritt 3:

 Symbole / Wörter mit der Funktion „Text am Pfad ausrichten“ einfügen.

Anschließend möchte ich, dass am Rand eine zusätzliche Umrandung mit Punkten gemacht wird. Hierfür wähle ich die Text-am-Pfad-Methode (Die kennst du nicht? Dann klicke hier!). Somit muss ein weiterer Kreis in meinen Rahmen einziehen. Schaut dann so aus:

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Damit das Ausrichten der Punkte am Pfad nun funktioniert, wird wieder ein Kreis benötigt. Welche Größe dieser haben soll, dass ist Euch überlassen. 😉

[Tipp:] Wenn man keine eigene Größe angeben, aber trotzdem einen Gleichmäßigen Kreis haben möchte, dann hält man die Shift – Taste gedrückt und zieht anschließend den Kreis. (Foto der Shift-Taste: hier)

Nun wird das Textfenster geöffnet. Für meine Punkte tippe ich jetzt folgende Tastenkombination in die Tastatur Alt + 7. Das ergibt dann einen • 😉 Ihr kennt das vermutlich von den Herzchen ♥, die man nach der gleichen Vorgehensweise machen kann. Das mit dem Text am Pfad ausrichten funktioniert allerdings nur bei Symbolen / Wörtern, die über das Text Menü eingegeben werden. 

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Meine Kreise sehen etwas gigantisch aus, aber das ist okay. Die Kreise können anschließend verkleinert bzw. angepasst  werden. Das schöne ist, dass ihr  mit Hilfe des Zeichenabstandes den Abstand der Zeichen zueinander erhöhen oder verringern könnt.

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Wer kein schönes Ergebnis mit den Kreisen hin bekommt, der kann den inneren Kreis (hier die rote Linie im oberen Kreis) einfach kopieren und an einen anderen Platz (hier: Graue Linie/Unterer Kreis) setzen.Anschließend können dann die schwarz gefärbten Kreise an dem herauskopierten Kreis angeordnet werden. Das funktioniert in den meisten Fällen besser und wesentlich einfacher.

Egal für welche Variante Ihr Euch entscheidet: Konvertiert im Anschluss noch einmal die schwarz gefüllten Kreise zu einem Pfad. Andernfalls springen euch die Kreise immer wieder in ihre ursprüngliche Form / Anordnung zurück. Nachdem die Symbole zum Pfad konvertiert worden sind, wird der gräuliche Kreis wieder entfernt.

[Tipp:] Nach der selben Vorgehensweise werden übrigens auch Wörter in ein Logo eingefügt!

Schritt 4:

Weitere „Verzierungen“ vornehmen.

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Ich wollte nun noch einen zweiten Rand haben, deswegen wurde erneut ein zweiter Kreis gezeichnet. Hierbei ist mir die Größe nicht wichtig gewesen,deswegen hat er ein zufälliges Maß bekommen.

[Tipp:] Wenn man keine eigene Größe angeben, aber trotzdem einen Gleichmäßigen Kreis haben möchte, dann hält man die Shift – Taste gedrückt und zieht anschließend den Kreis. (Foto der Shift-Taste: hier)

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… und fertig ist das ganze. Anhand der Skalierung (50%) können wir das ganze zur Vorschau einmal auf die Endgröße verkleinern. Das „Loch“ welches Ihr in dem kleinen Anhänger erkennen könnt, sollte eigentlich als Markierung dienen. Nachdem mir aber nach dem Drucken auf der Schrumpffolie aufgefallen ist, dass man diese Markierung einfach nicht erkennt, habe ich diesen Schritt wieder entfernt. 😉

Schritt 5: Ausgewählte Linien drucken

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Noch ein Tipp zum Schluss: Hier am Beispiel meiner Markierung: Im Normalfall werden Eure Linien (die eigentlich immer Rot sind – meine wurden hier bereits eingefärbt) nicht mitgedruckt, außer Ihr möchtet das. Um eine Linie beabsichtigt drucken zu lassen, geht Ihr auf die „Linienstil Funktion“ und markiert die Linie (hier das Loch) und setzt einen Haken bei „Linien der ausgewählten Form drucken“.

Noch ein Nachwort: Ich habe hier nun ganz einfache Formen gewählt, da ich das ganze ja später mit der Schere ausschneiden muss. Das ganze geht aber auch mit Rechtecken,Quadraten, Hexagons usw.

Designbeispiele + Video zum Fotos einfügen.

Beispiele von einigen Varianten, die Ruck-Zuck machbar sind:

Logos erstellen,Labels erstellen, Aufkleber machen, Silhouette Software, Plotter

Logos erstellen,Labels erstellen, Aufkleber machen, Silhouette Software, Plotter

Wie Ihr sehen könnt, mann mit ein paar Klicks ganz wundervolle Varianten mit einem Design erstellen. Ihr könnt so ziemlich alles machen. Ein andere Farbe, einen Farbverlauf, ein Füllmuster, Namen, Fotos, Symbole und vieles mehr. Wer möchte, der kann auch noch viele andere „Umrandungen“ im inneren festlegen, oder eine ganz andere Form auswählen? Wie wäre mit Sternen statt Kreisen? Oder Herzchen? Oder einem Ornament? Durch das austauschen der verschiedenen Formen können unendlich viele Varianten entstehen.

Hier seht Ihr meine Varianten für diese Anleitung:

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Mit einem Foto von dem Enkelkind hätte man direkt ein wundervollen Anhänger als  Geschenk für die Großeltern. Oder vielleicht doch ein Foto vom letzten Urlaub? Oder einen passenden Anker als Anhänger für ein selbst genähtes Täschchen?  Es gibt wirklich einiges, was man auf diese Weise gestalten kann.

Das Foto lässt sich übrigens ganz einfach einfügen. Hierfür braucht Ihr lediglich einen Kreis in der gewünschten Größe, welches ihr dann hinter die ganzen Motive legt – und dieses Video:

Schritt 6:
Fertigstellen –  Die verschiedenen Möglichkeiten sowie das
Drucken & ausschneiden.

Somit wären wir dem letzten Schritt angekommen. Welche Möglichkeiten habt Ihr nun, die selbst erstellen Hundemarken / Labels etc. zu verwenden? Das ist einzig von Eurem Material anhängig:

Drucken – welche Möglichkeiten habe ich?

11064762_1560409780898707_7761901402678962032_nAufkleber, Sticker – hierfür wird Etikettenpapier benutzt. Das kann einfaches in Weiß, aber auch Gold oder Silber sein. Achtet dabei darauf, dass Ihr dieses Papier entsprechend des Druckers kauft. Habt Ihr einen Tintenstrahldrucker, dann kauft Ihr natürlich Papier, welches für diesen Drucker ausgelegt ist.

Hier arbeitet Ihr am besten mit Print & Cut.
Alternativ kann auch eine Handstanze verwendet werden.

12027792_1683047538577576_4142612588418809964_nEinfache Anhänger: Ich gehe hier nun von Anhängern aus, die auf Papier oder Karton gedruckt werden.Diese Ausdrucke können bspw. noch mit einem Untergrund, der einen etwas größeren Durchmesser als das Label hat, beklebt werden. Anschließend wird einfach mit einem Locher oder einer Lochzange ein Loch eingestanzt. Mit einer schönen Kordel kann das ganze dann an diversen Gegenständen befestigt werden.Bild (C) by Katja Weber – Einfach Unglaublich

(Zum Vergrößern bitte das Bild anklicken)

Hier arbeitet Ihr am besten mit Print & Cut.
Alternativ kann auch eine Handstanze verwendet werden.

10469675_1560409924232026_903840529954461433_nBügelbilder: Ja, auch das geht. Hierfür wird ganz einfach bedruckbare Bügelfolie in den Drucker eingelegt. Anschließend könnt Ihr das ganze einfach per Print & Cut ausschneiden lassen und aufbügeln. 🙂

Hier arbeitet Ihr am besten mit Print & Cut. 

Alternativ kann auch eine Handstanze verwendet werden.

Ausschneiden – Wie geht das?

Bevor wir die Labels drucken, müssen wir noch eine Kleinigkeit vornehmen,damit unsere Labels später beim schneiden mit dem Plotter (denkt an die Passmarker) nicht zerschnitten werden:

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Alles was Rot ist, wird geschnitten. Selbst dann, wenn wir die Funktion „Rand ausschneiden“ auswählen. Dem können wir jetzt einfach Abhilfe schaffen (Ihr werdet lachen, als ich meine ersten Labels gemacht hatte, bin ich auf diese simple Lösung erst nach Monaten gekommen ^^). Bevor Ihr weiter arbeitet solltet Ihr jedes Label für sich in einer eigenen Gruppe gruppieren – sonst haut Euch zwischendurch evtl. etwas ab.

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Ihr zeichnet einfach einen neuen Kreis und legt diesen um das Label (linkes Label im obigen Bild). Fertig. 😉 Den Abstand der Schnittlinie zu der ersten äußeren Schwarzen Umrandung könnt Ihr natürlich selbst bestimmen. Hierfür müsst Ihr den Kreis einfacher „enger“ anlegen.

Eine andere Möglichkeit wäre diese ( die muss ich bspw. benutzen, denn ich schneide keine Schrumpffolie im Plotter und kann somit kein P&C nutzen. Außerdem steht mein Drucker bei meinem Chef,deswegen muss das „Bild“ auf einem USB Stick zum drucken geschleppt werden. *g*

Die Labels direkt als Bildformat abspeichern. Das funktioniert mit Bullzip super einfach & schnell. Wie genau das funktioniert, habe ich Euch in dieser Anleitung bereits erklärt.

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Achtung: Ich hab nur ein Beispielbild eingefügt. Ihr müsst dann natürlich das entsprechende Format wählen!

Anschließend müsst Ihr das Bild nur noch öffnen und Eure eigenen Labels nachzeichnen und den Hintergrund abtrennen. Dann könnt Ihr Eure Labels nach Herzenswunsch verdoppeln oder verdreifachen und anschließend mit der Hilfe von Print & Cut verarbeiten.

Eine wieder andere Möglichkeit wäre diese:
Wenn man in die Schnitteinstellungen gewechselt und das „Unheil“ gesehen hat, dann kann man auch ganz einfach die Objekte – die nicht geschnitten werden sollen – einfach auswählen und im Schnittstil „nicht schneiden“ auswählen. Das sollte dann so aussehen:

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Nützliche & Hilfreiche Links sowie Videos zu diesem Beitrag:

Mittlerweile gibt´s auch ein Video zu diesem Thema:

 

Ganz bestimmt habt Ihr noch Fragen. *g* Also: her damit!

Viel Spaß beim nacharbeiten. 😉

Wie die Anhänger gemacht werden, dass wird morgen gezeigt.

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Kommentare (3) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Anja,

    ein ganz tolles informatives Video – sehr gut erklärt. Vielen Dank dafür!

    Liebe Grüße
    Simone

    Antworten

  2. Liebe Anja! Ganz toller Bericht! Du hast alles so gut beschrieben, dass ich, als absoluter Neuling nicht mehr abzuschrecken bin, dieses „Fortgeschrittenen- Projekt“ ganz fix umzusetzen. Ganz lieben Dank für Deine Mühe.
    Liebe Grüsse Bine

    Antworten

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