Läuft ja bei Dir,was? #neintutesnicht – Mimimi auf hohem Niveau.

Das letzte Jahr ist ja sehr rumplig zu Ende gegangen. Nicht nur, dass wir das erste halbe Jahr des Kindergartenjahres unseres Sohnes permanent und am laufenden Band krank (oder sterbend, mit Männergrippe) im Bett verbracht haben, nein – auch was meine „Ausstattung“ (für das Bloggen) anging gab es massenhafte Probleme, Kompromisse und viele,viele Stunden voller Aufreger, kleineren Wutanfällen und völliger Verzweifelung.

Ins Bloggen „rutscht man ja irgendwie so rein“. Also, zumindest glaube ich, dass das so ist. Mir sind zumindest wenige Menschen bekannt,die planen einen Blog zu schreiben und dabei auch noch genau wissen, wie sich dieser später entwickeln wird. In den meisten Fällen ist das ein Prozess der sich über einen längeren Zeitraum entwickelt – manchmal muss man sich erst finden. Oder das,was einem wirklich Spaß und Freude bereitet. 2016 hatte ich zwar das Gefühl mit meinem Blog „angekommen“ (wo eigentlich?) zu sein, aber es gab im Hintergrund ständig Probleme.

Als erstes wäre da der ehemalige Hoster zu erwähnen. Allein bei dem leisesten Verdacht, dass sich mehr als 7 Leute meinem Blog nähern könnten, waren die Server plötzlich am schwächeln und es flatterte eine „Fehlermeldung“ nach der anderen rein. Aber nicht nur, dass die Server mächtig „schwach auf der Brust waren“, nein. Die feinen Herrschaften mussten auch noch am laufenden Band irgendwelche Dinge umstellen von denen ich sowenig Ahnung wie vom Auto reparieren hatte.

Wenn es mit dem Blog gut lief – er also mal nicht mit Abwesenheit geglänzt hatte – dann gab es anderweitig Probleme. Das „größte“ Problem war wohl der Computer. Ständige Abstürze, Aufhänger, Ruckler und diverse andere divenhafte Spielchen waren an der Tagesordnung. Das hat für eine Menge Frustration gesorgt – auch bei meinem Arbeitgeber. Und in meinem Raid – aber, dass ist eine andere Geschichte. Es lief also eigentlich alles bergab. Stetig, man konnte dabei zusehen und sich eigentlich nur noch an den Kopf fassen.

Um den Computer dann möglichst zu schonen musste ich mir immer „Alternativen“ ausdenken. Andernfalls konnte man regelrecht dabei zusehen, wie sich die ganze Arbeit für die Arbeit oder halt die Vorbereitungen für einen Blogpost in Luft aufgelöst haben. Manchmal hat einen das schon an den Rande der Verzweiflung getrieben.

So wurde statt einer anständigen Bildbearbeitungssoftware immer mit diversen Online Anbietern gearbeitet. Witzigerweise waren die alle nach einiger Zeit nicht mehr verfügbar, oder kostenpflichtig (für ein paar Kleinigkeiten), oder es gab nur noch „abgespeckte“ Versionen. Ich weiß gar nicht in wie viele, gottverdammte,“Programme“ ich mich in diesem und im letzten Jahr eingearbeitet hatte, aber es waren einige. Das hat mich einiges an Zeit und Nerven gekostet. Neue Probleme, neue Herausforderungen, neue Alternativen, neue „Zwischenwege“ um Ziel X zu erreichen.

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass mein „Bildbearbeitungsprogramm“ gar nicht so viel können „muss“. Bei meinen Bildern ging es mir eigentlich immer nur darum, dass sie möglichst „unbearbeitet“ aussehen. Vielleicht die Helligkeit anpassen, Wasserzeichen drauf. Fertig. Zum einen gefallen mir die natürlichen Bilder auf meinem Blog sehr gut und zum anderen habe ich gar nicht das Interesse so viel Zeit in die Bearbeitung am Pc zu investieren.

Ja,ja ich weiß. Presets und so. Einige Sachen sind auch wirklich toll und sehen unglaublich toll aus, aber mein Blog ist kein Katalog in dem alles perfekt abgelichtet oder arrangiert sein muss. Wenn es „nett“ aussieht, dann ist das doch auch in Ordnung. 😉

Allein für die „Bearbeitung“ über PicMonkey hat mich bei 10 Bildern, von denen dann 3-4 im Blog gelandet sind immer eine halbe Ewigkeit „aufgehalten“. Meine Zeit investiere ich dann lieber in die „Geschichte“ des Beitrags, eine sportliche Aktivität oder ein extra dickes Buch, welches ich mit unserem Junior auf dem Sofa anschaue.

Desweiteren ist die Bildbearbeitung für mich immer „schwer“ gewesen bzw. ist es, weil ich zwei unterschiedliche Monitore habe. Nicht nur, dass diese von 2 verschiedenen Herstellern sind,nein. Das neuste Model ist schon stolze 5 Jahre alt und hat damit einen Altersunterschied von 7 Jahren zu dem anderen Monitor – der dementsprechend noch älter ist. Schaue ich mir also auf beiden Monitoren ein und das gleiche Bild an, dann ist das eine völlig übersättigt und das andere total ausgeblichen. Den „Mittelweg“ kann ich bisher immer nur erahnen. Unten folgt ein hoch professionelles Bild wo man die Problematik bestaunen kann:

Sicher kann man sich nun auch vorstellen wie viel Spaß das Aufnehmen der Videos gemacht hat,oder? Im Endeffekt hat sich dieser Bereich von selbst eingestampft, weil es einfach gar nicht möglich war so weiter zu machen, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte. Videoaufnahmen sind immer noch etwas „delikater“, denn neben einem Computer, der nicht direkt kollabiert, wenn man auf die Aufnahmetaste drückt, ist es natürlich sehr wichtig, dass auch die Audioaufnahme einwandfrei funktioniert. Vom Mikrofon und einer anständigen Software für Videos will ich jetzt gar nicht anfangen. 😛

Im Februar diesen Jahres endete sich das dann alles.

Für ein Video, welches „nur“ um eine einfache Faltkarte gehen sollte, habe ich 5 Tage á 4 Stunden in den Sand gesetzt – und wenn ich etwas gar nicht mag, dann ist es seine Zeit zu verschwenden. Wieder sollte die Suche nach Alternativen beginnen, was kann man machen? Wie löst man das Problem? Was kostet mich das wieder? Wie lang hält das?

Eine Lösung war zwar schnell gefunden, allerdings hielt diese nicht so lang wie erwartet. Das Ergebnis war ein Ausraster epischen Ausmaßes – und ich raste echt selten aus. :’D

Die Kompromissbereitschaft war an diesem Tag vorbei.

Am gleichen Nachmittag wurde ein neuer Computer zusammengestellt der all den Ansprüchen gerecht werden sollte: Gaming, Arbeit und der Blog (der wohl den meisten „Umfang“ benötigt). Da der Computer auch für die Arbeit gebraucht wird, gab es von meinem Chef einen kleinen Zuschuss – trotzdem hat mich der Kasten (ohne Monitore) am Ende 800€ gekostet. Mein armes Sparschwein war leider gar nicht begeistert.

Einige Wochen später durfte der Blog dann endlich umziehen. Hier hat meine liebe Freundin dann die Strippen gezogen und das Ding in einer „Nacht und Nebel“ – Aktion bei einem anderen Anbieter untergebracht. Ganz so einfach war das natürlich nicht, aber im Endeffekt ging es dann doch ziemlich flott und reibungslos. Seitdem gab es übrigens nie,nie wieder Probleme mit der Erreichbarkeit.

Das schlimmste war damit geschafft und ich konnte das erste Mal (seit Jahren) anständig mit meinem Computer arbeiten, konnte aktuelle Versionen nutzen und musste mich daran gewöhnen, dass wenn ich Funktion XY benutze, der Computer nicht abstürzt.

Mit den ganzen Schwierigkeiten, die es zuvor immer gegeben hatte, ist das „traurigste“ daran eigentlich, dass viele Sachen immer aufgeschoben – oder vergessen – worden sind. So war das ausprobieren vieler Funktionen in der Silhouette Software (in den meisten Fällen) gar nicht möglich. Auch ein Upgrade auf die Business Edition (ö.ä.) hatte sich nie gelohnt. Desweiteren ist auch der Umgang mit der Kamera und anderen Programmen einfach auf der Strecke geblieben.

Das Thema „Fotografie“ ist wirklich etwas, was mich von Anfang an immer mal wieder beschäftigt hatte. Dabei geht es gar nicht darum Fotos wie ein Fotograf machen zu können (schließlich ist das nicht umsonst ein Ausbildungsberuf) sondern darum die Kamera zu verstehen und zu begreifen was man da eigentlich tut.

Wobei das mit der Kamera ja so oder so immer etwas schwieriger war, denn die alte Spiegelreflexkamera gehörte damals meinem Mann – war für mich also absolut ungeeignet in der Handhabung und Benutzung.
Viele Bilder sind in der Vergangenheit mit dem Handy entstanden, was im Endeffekt das einfachste ist. Trotzdem war das für mich nicht die richtige „Lösung“, denn spätestens beim entwickeln von Bildern, auf denen unser Zwerg abgebildet war, hat man sich über die schlechte Bildqualität der Handykamera geärgert.
Letztendlich war das eine Investition die man auf der einen Seite für die Familienfotos und für den Blog gemacht hat.

Ein bisschen ärgere ich mich schon, dass man diese Anschaffung solang hat schleifen lassen, denn die meisten Handybilder von unserem Zwerg aus den ersten Jahren sind qualitativ schon echt gruselig.
Für die Bilder, die auf den Blog sollen musste allerdings dann doch noch eine Bildbearbeitungssoftware her. Einfach um „einfacher“ einen Mittelweg meiner beiden Monitore zu finden und bestimmen zu können. Ob mir das gelingt? Mal schauen, denn die Software besitze ich erst seit wenigen Tagen.

Jedenfalls freue ich mich schon sehr auf den Tag, an dem ich mir neue Monitore kaufe und sehe, wie die Bilder auf dem Blog „wirklich“ aussehen – bis dahin wird es allerdings noch ein bisschen dauern. 🙂

Warum dieser Beitrag? Nun, in den vergangen Wochen/Monaten haben mich immer wieder Nachrichten erreicht, dass das bei mir alles so „leicht“ und „einfach“ aussieht. In Wirklichkeit sah das Ganze bis vor einigen Wochen aber noch ganz anders aus. Allein bei dem Gedanken daran einen Beitrag schreiben zu wollen haben sich mir die Nackenhaare gesträubt und mir ist sämtliche Motivation verloren gegangen.

Kompromissbereitschaft sollte halt nur in einigen Fällen eine Lösung sein, wenn es, wie bei mir, so ein „episches“ Ausmaß annimmt, dann muss man sich am Ende nicht wundern, wenn der Schuss nach hinten los geht.

Viele Grüße,
Anja

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich kann das wirklich gut nachvollziehen. Ich habe zwar keinen Blog aber auch beim basteln oder arbeiten mit dem Plotter kommt manchmal schon ziemlicher Frust auf. Nach aussen muss immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein aber was dahinter steckt sieht fast niemand. Finde ich toll das du auch mal zeigst wie es wirklich ist teilweise und wieviel Arbeit hinter manchen Sachen tatsächlich steckt 😉

    LG Tina

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    • Liebe Tina,
      leider wissen das wirklich die wenigsten und denken immer – oder häufiger, dass sich diverse Sachen von allein aus dem Boden stampfen. Sei es nun bei einem Blog, oder einem Kartenhaus, einem Kuchen, oder ein Gemüsebeet. Hinter die meisten Sachen stecken viele Stunden Arbeit,Liebe und Herzblut. Vieles sieht einfacher aus, als es eigentlich ist und ich glaube, manchmal ist es auch ganz wichtig, den Leuten zu zeigen, wie viel Arbeit und Probleme sich wirklich hinter einer Sache verbergen können – oder was man anders machen könnte.

      Danke Dir, für deine ehrlichen Worte. ♥
      Viele Grüße,
      Anja

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