Eine „Anglertasche“ für den Schwager

Auch in diesem Jahr sollen einige selbstgenähte Geschenke einen Platz unter dem Weihnachtsbaum finden. Ein Projekt, welches bereits in den vergangenen Monaten immer wieder durch meinen Kopf geflogen ist, war eine Anglertasche für meinen Schwager. Als leidenschaftlicher Angler kommt da natürlich immer wieder etwas an Zubehör dazu – wir alle kennen das. Passend dazu gibt es nun eine kleine Tasche, wo der ganze Kleinkram seinen Platz finden kann.

Bis vor einer Weile war ich dann noch auf der Suche nach dem passenden Schnittmuster – irgendwie war das richtige nie so wirklich dabei. Als dann vor einigen Wochen das neue Schnittmuster „Casey“ von PattyDoo erschienen ist, stand mein Entschluss fest: Das ist es!

Können wir darüber noch einmal reden?

Meine größte Sorge bei diesem Projekt war eigentlich das Schrägband – und die Tatsache, dass meine „neue“ Nähmaschine bis zu diesem Zeitpunkt noch kein aufwendigeres Taschenprojekt umgesetzt hatte. Wie Ihr vielleicht aus diesem Beitrag wisst, hatten wir keinen einfachen Start und gewisse Differenzen. Hinzu kommt noch, dass meine bisherigen Arbeiten mit Schrägband irgendwie immer, wie soll man sagen, ziemlich bescheiden geworden sind?

„Du willst jetzt also mit einer „zickigen“ Nähmaschine und einer Schrägband – Phobie eine Tasche nähen, ja?“ – Guter Plan, wirklich gut!

„Jeden Tag eine gute Naht“

Ich würde Euch nun gern von dramatischen Szenen berichten. Die Wahrheit ist aber, dass es einfach keine gab. Bis auf ein paar kleinere Fehler, die auf meine mangelnde Aufmerksamkeit beim Nähen zurückzuführen sind. Beides hat, warum auch immer, wunderbar funktioniert. Das Schrägband ließ sich widerstandslos von der nicht-zickigen Nähmaschine annähen. Selbst mit den Reißverschlüssen hat es direkt im ersten Anlauf geklappt. Tatsächlich hat mich das ein bisschen geschockt, denn üblicherweise würde in so einer Situation das totale Chaos ausbrechen. Aber nein, alles verlief nach Plan.

Ehrlich gesagt,denke ich, dass mittlerweile einfach ein besseres Gefühl für den Umgang mit der Nähmaschine vorhanden ist. Zu Beginn lief es wirklich alles andere als glatt. Deswegen gab es für mich immer nur kleinere Projekte, bei denen explizit die „Probleme“ in Angriff genommen worden sind. So gab es beispielsweise einen Abend, an dem ich nur Reißverschlüsse zwischen zwei Lagen Stoffe eingenäht habe, um herauszufinden warum der Nähfuß immer den Stoff zur Seite schiebt. Verrückt, wie glatt dann letztendlich alles gelaufen ist!

 

Den Stoff in Camouflage – Optik hatte ich übrigens schon seit zwei Jahren im Schrank liegen. Irgendwie bin ich froh, dass er nun endlich Verwendung gefunden hat. Da von dem Stoff noch einiges über geblieben ist wird es daraus noch eine Kleinigkeit für den Zwerg geben – der findet das „Design“ nämlich total toll.

Passendes Schrägband konnte ich, glücklicherweise als Meterware, bei Tedox finden. Bei uns im Stoffladen gab es leider nicht die passende Farbe. Selbiges zählt auch für die Einlage, die sich bei uns in keinem Handel finden lassen konnte. Hier hatte ich auf den kaschierten Schaumstoff von „Fortis Polster“ zurückgegriffen. Der lässt sich hervorragend verarbeiten und verleiht der Tasche wirklich einen tollen Stand.



Mit der fertigen Tasche bin ich sehr zufrieden. Hier und da hat sie ein paar Schönheitsfehler, aber irgendwie ist das doch der Charme von den selbstgenähten Sachen, findet Ihr nicht? Nun bin ich ganz gespannt, wie mein Schwager reagieren und ob er sie wirklich als Angeltasche einsetzen wird. 😉

Viele Grüße,
Anja

Werbung wegen Nennung v. Bezugsquellen | Unbeauftragt | Unbezahlt

Schnittmuster: „Casey“ von PattyDoo
Stoff: „Camouflage“ von Tolko Stoffe
Schaumstoffeinlage:  Fortis Polster*
Reißverschlüsse: aus dem Fundus
Durchsichtige Tischdecke & Schrägband: Tedox

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Wow die Tasche ist so toll geworden, da bin ich fast traurig das mein Mann letztens all seine Flecktarn-Klamotten zurückgeben musste.

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