[Plotter-Anleitung] SnapPap-Labels zum wenden.

Zuerst einmal möchte ich mich ganz ♥lich für Euer bombastisches Feedback zu meinen Labels bedanken. Darüber habe ich mich wahnsinnig gefreut und habe gar nicht damit gerechnet, dass Euch der Beitrag so gut gefallen könnte. Der ein oder andere hatte nun angefragt, wie man diese Labels mit – und ohne – Schneideplotter machen kann. Deswegen gibt es jetzt erst einmal die Anleitung für den Plotter, die andere wird dann im Laufe der Zeit folgen. 

Dieses Projekt ist wunderbar für Anfänger geeignet. Es bietet einem die Möglichkeit, seine Restekiste ein bisschen zu leeren und seine genähten Einzelstücke ganz individuell zu verzieren oder zu kennzeichnen. Wie Ihr das Label gestaltet, dass bleibt Euch überlassen. 🙂

Wenn Ihr die Motive aus dem Label herausschneiden möchtet, dann solltet Ihr auf jeden Fall darauf achten, dass keine freistehenden Elemente vorhanden sind. Am besten sind einfache Motive & Formen, wie z.B. Herzen, Sterne, eine Wolke oder etwas ähnliches geeignet.

Öffnet anschließend die Silhouette Software und zeichnet mit der Funktion „abgerundetes Rechteck“ ein Rechteck. Wer mag, der kann das ganze natürlich auch mit einem ganz normalen machen. Allerdings besteht da immer die Gefahr, dass die Ecken schnell „angeschlagen“ aussehen,wenn die Labels eine Weile in Gebrauch gewesen sind.

Das Rechteck darf ruhig etwas „länger“ sein, denn durch die Rundungen an den Ecken, müssen wir ein gutes Stück wieder abschneiden um später die finale Form erstellen zu können.

Anschließend wählt Ihr das Messer-Werkzeug aus und schneidet, wie oben erwähnt, ein Stück der längeren Seite ab. Die Einstellungen für das Messer findet Ihr im grünen Kasten im unteren Screenshot.

Tipp: Wenn Ihr während des „Schneidens“ mit dem Messer-Werkzeug die Umschalt-Taste auf der Tastatur drückt, dann wird die Linie automatisch grade. Probiert es ruhig mal aus. 🙂

Den kleinen „Schnipsel“ könnt Ihr nun entfernen. Anschließend öffnet Ihr das gewünschte Motiv und fügt es auf dem Arbeitsbereich,auf dem das angefangene Label liegt,ein. Passt das Motiv dem Label – oder auch andersherum – solang an, bis es Euch gefällt.

Markiert nun das Label samt Stern und wählt im „Ausrichten-Fenster“ das Symbol für „Mittig ausrichten“ aus. So geht Ihr sicher, dass das Motiv wirklich in der Mitte ist.

Habt Ihr diesen Schritt erledigt, dann können wir uns dem nächsten widmen. Hierfür müssen ebenfalls beide Objekte, also das angeschnittene Rechteck und der Stern, markiert sein.

Geht anschließend in das Replizieren-Menü und klickt auf das Symbol „nach unten spiegeln„.

Zieht mit der Maus ein Rechteck (das erkennt Ihr an gestrichelten, hellgrauen Linien) und zieht dieses NUR über die Linien der abgeschnittenen Rechtecke. Vielleicht ist das ganze für Euch einfacher zu verstehen, wenn Ihr einen kurzen Blick auf das untere Bild werft:

Wichtig ist tatsächlich, dass diese gestrichelte Linie nur die beiden abgeschnittenen Rechtecke und NICHT die Sterne berührt. Andernfalls würden unsere Motive im nächsten Schritt „verschwinden“. 🙂

Geht nun auf das Symbol für „Verschweißen“.

Wenn alles „gut“ gegangen ist, dann fehlt in dem Label nun die waagerechte Linie und die beiden Rechtecke sind miteinander verbunden worden – es sollte dann wie auf dem oberen Bild aussehen.

Tipp: Falls Ihr doch noch eine Linie in der Mitte habt, dann könnt Ihr bspw. das untere Rechteck samt Stern erneut auswählen und einem einfachen „Drücken“ auf die obere Pfeiltaste der Tastatur nach oben schieben. Der dadurch entstehende Versatz ist so minimal, dass er gar nicht auffällt.

Kommen wir zum letzten Schritt, damit das Label auch fertig ist und zum Einsatz kommen kann. Wählt nun alle Objekte aus und wechselt in das Modifizieren-Fenster. Hier geht Ihr nun unter „Verknüpfte Pfade“ auf „erstellen“.

Ihr könnt nun die gewünschte Anzahl an Kopien erstellen und diese dann schneiden.
Fertig sind die ganz individuellen Labels. ♥

 

Zu guter letzt noch ein paar Ideen um die Labels auch anders gestalten zu können:

Statt das Motiv aus dem SnapPap zu schneiden, könnt Ihr die Motive auch einfach aus Bügelfolie ausschneiden und dann aufbügeln. Hierfür müsst Ihr eigentlich nicht viel anders machen – lediglich der letzte Schritt ist anders: Markiert die Motive (nur diese) und Gruppiert sie. So bleibt der Abstand erhalten und Ihr könnt die Motive einfach an die Seite schieben. Schneidet zuerst die Labels aus SnapPap und anschließend den Rest aus Bügelfolie aus und bügelt diese dann einfach auf.

Statt zwei Motiven könnt Ihr natürlich auch nur eines nehmen, dass kann ja jeder so machen, wie es Ihm am liebsten ist, nicht wahr?

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Ösen. Insbesondere für Jungs ist das natürlich eine absolut „coole Idee“. Hierfür muss man eigentlich nur den Durchmesser der gewünschten Öse haben und diesen als Kreis in der Silhouette Software zeichnen. Statt des Motives wird dann der Kreis benutzt.

Meine „Kreise“ sind hierbei immer einige Millimeter kleiner, denn dann sitzen die Ösen schön fest und man muss sich beim anbringen nicht damit rumärgern, dass da jetzt wieder ein Teil aus dem Loch gefallen ist. Ihr kennt das ja bestimmt,oder? *g*

Binnen kürzester Zeit habt Ihr so ganz individuelle Labels und könnt zudem selbst bestimmen, wie diese letztendlich aussehen sollen.

Das war es an dieser Stelle mit der Anleitung – Euch viel Spaß beim nacharbeiten!
Über ein Feedback freue ich mich sehr.

Anja

Material & Gedöns:
SnapPap in Hellbraun*
Bügelfolien aus dem Fundus ♥
Geeignete Motive findest du z.B. bei „Paul & Clara
___________________________
*Affiliate-Link

 

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Gefällt mit sehr gut liebe Anja. Gerade für diese kleinen feinen Ideen bin ich dir als Anfängerin sehr dankbar. Und die Anleitung dazu ist wie immer supi 🙂

    Lieben Dank

    Petra

    Antworten

  2. Danke Anja,
    toll dass du deine Ideen mit uns teilst. Und diese Labels sind einfach toll. Mit deiner Anleitung kann nichts mehr schief gehen! Freue mich schon aufs Nacharbeiten. DANKE!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.