Hardcover Mini Album mit Hidden Hinge Bindung

Vor einigen Jahren hatte ich mir diverses Zubehör zur Herstellung von Hardcover Mini Alben bestellt. Allerdings hat es zeitlich nie so richtig gepasst. Die Materialien lagen nun eine Weile in meiner Bastelkiste und eigentlich hatte ich nicht mehr damit gerechnet, dass daraus irgendwann mal etwas entstehen wird. Nicht zuletzt, weil u.a. von den Papieren – oder dem anderen Material – das ein oder andere anderweitig verarbeitet worden ist.

Kurz vor unserem Umzug überkam mich dann doch das Bedürfnis ein Album zu basteln. Obwohl der Zeitpunkt gänzlich ungeeignet gewesen ist, musste es einfach sein. Blöd nur, dass vieles von dem Material nicht mehr so richtig zueinander gepasst hat. Deswegen musste an der ein oder anderen Stelle ein bisschen Improvisiert werden.

Entstehen sollte ein „Silvester-Album“. Also eines, wo die schönsten Erinnerungen aus dem vergangenen Jahr gesammelt und eingeklebt werden können. Obwohl ich ein großer Fan von den besonders aufwendigen und verschachtelten Alben bin, mag ich für den „Eigengebrauch“ lieber die einfachen und schlichten. Deswegen wurde bei der Gestaltung auf ein einfaches Design geachtet.

Die Gestaltung des Covers ist mir nicht ganz so einfach gefallen. Wenn wir mal ehrlich sind, dann sieht es auf den ersten Blick auch nicht besonders toll aus, oder? Mir kam, letztendlich, die Idee mit den Bildern meiner Sofortbildkamera zu arbeiten und diese auf dem Cover zu verarbeiten. Je nachdem welche es zum Ende des Jahres sein werden, werde ich Euch dann das fertige Ergebnis zeigen.

Ganz besonders viel Freude hatte ich bei der Gestaltung der Jahreszahlen. Diese wurden, mit dem DX1200*, aus Graupappe ausgeschnitten und anschließend mit schwarzer Farbe versehen. Ursprünglich sollten die Zahlen kleine, goldene, Punkte aus Nagellack bekommen. Allerdings bin ich dann irgendwie auf Schlagmetall gekommen. Mit der Verarbeitung habe ich mich etwas schwer getan, aber für das erste Mal kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Der „Rücken“ des Albums wird, üblicherweise, mit Buchbinderleinen gemacht. Weil ich davon nicht genug in meinem Fundus hatte, wurde kurzerhand zu einer Vinylfolie* gegriffen. Die Verarbeitung war sehr einfach, angenehm und hat keine Probleme bereitet. Anfangs war mir bei dem Gedanken nicht so ganz wohl, denn genau diese Stelle sollte ja äußerst robust und langlebig sein. Wie gut sich der Ersatz für die Buchbinderleinen schlägt, wird man vermutlich erst in ein paar Monaten/Jahren sagen können. Wobei es sich wirklich „gut“ anfühlt. Von dem Ergebnis bin ich jedenfalls begeistert, denn es sieht alles sehr sauber und ordentlich aus.

Für mich war die Bindungstechnik ein riesiges Problem. Bis vor ein paar Tagen sind mir die verschiedenen Begriffe für die unterschiedlichen Arten nicht bekannt gewesen. Zur Hilfe kam mir dann ein Bild auf Pinterest, welches die „Hidden Hinge“ Bindung gezeigt hatte – allerdings auf kyrillisch. Das Prinzip war allerdings einfach zu erkennen und konnte so gut nachgebastelt werden. Später habe ich dann erfahren, wie sich diese Technik nennt – und ja, man kann sagen, dass die Herangehensweisen quasi identisch gewesen sind.

Das Innenleben des Albums bilden insgesamt 5 Fächer, in denen jeweils eine zusätzliche Karte eingeschoben werden kann. Insgesamt sind es also 10 „Seiten“ + 5 Karten, die mit Bildern, Erinnerungen und Texten bestückt werden können. Die Vorder, – und Rückseite wurde jeweils mit Designpapier versehen. Es hätte noch viele Möglichkeiten für mehr Stauraum und Spielerein gegeben, allerdings war das für dieses Album nicht vorgesehen.

Die Fächer wurden mit kleinen Aussparungen versehen. So lassen sich die Karten, die sich im Inneren befinden, einfach greifen und herausziehen. Zur Hilfe kam mir hierbei eine Handstanze*. Das geht schnell und funktioniert wunderbar einfach.

     

Mit dem Album bin ich sehr zufrieden. Ganz besonders wichtig war mir, dass das Grundgerüst ohne „technischen Schnick Schnack“ gearbeitet wurde. Mit Stanzen, Schneidebrett, sehr viel Klebeband und ein bisschen Farbkarton bzw. Designpapier ist etwas ganz Individuelles entstanden. Besser geht es doch eigentlich gar nicht, oder? Für die Zukunft könnte ich mir gut vorstellen, dass es noch das ein oder andere Album dieser Art geben wird, vielleicht sogar ein wenig verspielter und interaktiver.

Viele Grüße,
Anja

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Verwendetes Material:
Designpapier: „Broadway“ von StampinUp
Farbkarton: Schwarz von StampinUp
Buchrücken: Vinyfolie: Oracal 631*
Jahreszahlen & Cover aus Graupappe*
Schlagmetall* für den goldenen Effekt auf den Zahlen
Handstanze* für die Aussparungen
Schneideplotter: Brother ScanNCut DX1200*

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Das Album gefällt mir sehr gut. Die Idee mit der Vinylfolie finde ich genial und werde ich auch einmal testen. Vielen Dank für den Denkanstoß.

    Es grüßt Gundula

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    • Hallo Gundula,
      probier es ruhig mal aus. 😉
      Funktioniert wunderbar und bisher hält die Folie wirklich sehr gut.
      Viele Grüße,
      Anja

      Antworten

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