Bernina B740 – Ein erstes Fazit

Seit einigen Wochen bin ich nun Besitzerin einer neuen Nähmaschine. In der Vergangenheit hatte ich bei meiner alten Maschine, einer Pfaff Ambition 2.0, immer wieder das Gefühl, dass sie Kräftetechnisch an Ihre Grenzen kommt. Nach und nach entstand so der Wunsch nach einer Maschine, die ein bisschen mehr „Wumms“ hat. Gemeinsam mit meinem Mann habe ich mich also auf die Suche nach einer passenden Maschine gemacht. Das hat eine Weile gedauert – was für mich völlig in Ordnung ist. Schließlich will man in ein paar Wochen oder Jahren nicht wieder dastehen und in eine weitere Maschine investieren.

Bernina? Warum eigentlich nicht?

Gelandet sind wir dann bei der B740 von Bernina. Vor dem Kauf haben wir uns diverse Beiträge in Foren, Facebook Gruppen und Blogs durchgelesen. Zudem war natürlich die Beratung durch den Fachhändler ein wichtiger Faktor. Da wir, leider, keinen anständigen Fachhändler in der Nähe haben, musste die telefonische Beratung des Nähparks ausreichen.

Die Kriterien an die Nähmaschine waren eigentlich ganz einfach:

  • Kein unnötiger Schnick Schnack
  • Mehr Kraft
  • Eine breite Auswahl an (nachkaufbarem) Zubehör

Ziemlich bescheiden, wie ich finde. Eine hochwertige Verarbeitung der Maschine und des Zubehörs kann man, bei dem Preis, voraussetzen und erwarten. Alles andere war für mich bis zu dem Zeitpunkt mehr „nice2have“.

Als die Maschine dann hier ankam, war ich eigentlich ganz zufrieden mit meiner Wahl. Die Verarbeitung ist Top, die Größe passt auch und die ein oder andere intelligente Lösung bzgl. des Zubehörs hat mir richtig gut gefallen.

Dank des wirklich ausführlichen Benutzerhandbuches und diversen Videos auf dem heimischen YouTube-Kanal war die Inbetriebnahme auch ziemlich einfach. Im Grunde ist alles sehr gut und anschaulich erklärt. Selbst im Menü der Nähmaschine findet man diverse Hinweise zu Nähfüßchen und anderem Zubehör. Für mich ist das zwar kein Pluspunkt, aber vielleicht braucht man das ja irgendwann mal.

„Na das kann ja witzig werden…“

Die ersten Nähversuche wurden dann auf Webware, Kunstleder und den anderen üblichen Verdächtigen der Kategorie „Taschenstoffe“ durchgeführt. Schließlich war das zu dem Zeitpunkt genau der Grund, warum ich eine neue Nähmaschine haben wollte: Taschen! Tatsächlich gibt es dort nichts, was ich in irgendeiner Form beanstanden könnte.

Als erstes ist mir natürlich direkt das tolle Nahtbild ins Auge gefallen. Diesbezüglich gibt es absolut nichts zu meckern. Zudem war schnell klar, dass die Maschine genau den „Wumms“ hat, den ich mir gewünscht hatte. Mehrere Lagen Kunstleder schmatzt die gute Dame zum Frühstück weg ohne mit der Wimper zu zucken. Mein Nähherz hat sich zu diesem Zeitpunkt schon ganz tüchtig auf die vielen, neuen Taschen gefreut. ♥

Beim Nähen von elastischen Stoffen habe ich dann allerdings einen richtigen Dämpfer bekommen. Irgendwie wollte das alles nicht richtig funktionieren. Sei es, weil der Stoff gefressen wurde oder das Nahtbild absolut gruselig ausgesehen hatte. So begann für mich erst einmal die Suche nach den richtigen Einstellungen. Von der Pfaff her wusste ich (eigentlich) schon, was man wie einstellen muss, damit es am Ende so aussieht, wie ich (!) es haben möchte. Trotzdem ist es bei jeder Maschine etwas anders, weswegen die Suche auch ein bisschen länger gedauert hatte. Geduld zahlt sich hier also wirklich aus.

Mit dem Thema „elastische Stoffe“ bin ich allerdings noch nicht ganz durch – kann man das so sagen? Nach wie vor bin ich mit den Ergebnissen, die ich mit der B740 erzielen kann nicht zufrieden. Dabei handelt es sich nicht um ein Einfaches „unzufrieden sein“, sondern schon eher um eine derart schlimme Frustration, dass mir seit fast einem Monat die Freude am Nähen komplett vergangen ist.

Für mich steht immer (!) im Vordergrund meine Maschinen zu „verstehen“. Also, zu wissen, wie genau sie funktionieren und wie sie auf verschiedene Einstellungen reagieren. Selbiges zählt natürlich für den Umgang mit der ganzen Kraft, die die Maschine hat.  Bisher ist es mir noch nicht so richtig gelungen beides in Einklang zu bringen, was mich gehörig auf die Palme bringt. Vielleicht, weil ich von meiner Art her dazu bereit bin viel Zeit in den Umgang mit meiner Maschine zu investieren und die gewünschten Ergebnisse ausbleiben?

Im Moment fühlt sich das Nähen mit dieser Maschine für mich mehr als befremdlich an. Teilweise fühle ich mich wie ein totaler Nähanfänger der zum ersten Mal vor einer Nähmaschine sitzt und keine Ahnung hat, was er jetzt machen muss und was da eigentlich grad wieder passiert ist. Komisch, oder?

Ich denke aber, dass es immer wichtig ist sich bewusst zu sein, dass jede Maschine einfach anders ist. So ist es auch bei den Einstellungen und der Handhabung. Die „Kniffe“ muss man erst einmal herausfinden und lernen diese auf ein bestimmtes Projekt zu übertragen. Als Beispiel wäre da der Einsatz einer sog. „Hebamme“, oder das positionieren des Nähfußes um das „fressen“ des Stoffes zu vermeiden. Sowas braucht natürlich immer ein bisschen Zeit – und manchmal einfach auch ein bisschen mehr.

Für die Zukunft habe ich mir jedenfalls überlegt, dass es vielleicht ganz sinnvoll sein könnte, einen Nähkurs zu besuchen. Gar nicht, um von vorne zu beginnen oder sich gar die Nähmaschine erklären zu lassen, sondern um einfach in Gesellschaft zu nähen und die Motivation für das Nähen wieder zu finden. Meiner Meinung nach kann man viele dieser Probleme durch das ständige Wiederholen ganz einfach aushebeln. Mit ein bisschen mehr Erfahrung und Übung sollte das ganze in den Griff zu kriegen sein – zumindest hoffe ich das sehr.

„Kniehebel – der Genickbrecher?“

Viele sind von einem Kniehebel total begeistert. Warum auch nicht? In der Theorie ist das ja schon sehr praktisch, wenn man immer beide Hände am Werkstück hat. Für mich klang das ganze erst einmal nach einem netten Feature, was man sicher schnell begreift und dann entsprechend benutzen kann. Tatsächlich ist dieser Hebel aber bisher das, was mich wirklich als einziges an dieser Maschine stört und wäre sogar der Grund diese wieder zu verkaufen.

Damit ich den Hebel überhaupt betätigen kann musste mein Mann den ganzen Arbeitsbereich um etwa 15 cm absenken. Was für mich schon irgendwie eine wahnsinnige Umstellung gewesen ist. Mittlerweile ist es ganz in Ordnung und ich fühle mich mit der „Situation“ ganz wohl.

Für mich ist es nach wie vor allerdings nicht möglich mit dem Knie/Schenkel die „Motorik“ aufzubringen um das Nähfüßchen entsprechend zu heben und zu senken. Ganz besonders bei Rundungen wie z.B. bei den Trägern eines Stramplers bekomme ich das dann zu spüren. Auch während des Nähens passiert es mir ständig, dass ich gegen diesen Hebel komme und die Nadel dann im Stoff rumstochert.

Ein Hebel am Nähfüßchen lässt sich da für mich durchaus angenehmer und „gezielter“ benutzen. Da das die B740 leider nicht hat ist das ganze für mich natürlich jetzt richtig, richtig doof. Ob ich den Umgang damit noch lernen kann, wird die Zeit zeigen müssen.

„Voll toll … ♥“

Die Bernina hat aber auch vieles, was mir wirklich sehr gut gefällt. Wie oben bereits erwähnt ist die Verarbeitung absolut hochwertig und erstklassig. Das merkt man nicht nur an der Maschine selbst sondern eben auch am Zubehör. Seien es nun die Nähfüßchen oder die Stichplatten. Letzteres ist ein weiteres Highlight: mit einem einfachen „Klick“ lässt sich die Platte austauschen und durch eine andere ersetzen. So ist es auch besonders einfach den Fadensalat zu entfernen – von dem habe ich im Moment leider noch ziemlich viel. *g*

Das Menü ist sehr umfangreich aber trotzdem umgänglich gestaltet. Es macht richtig Spaß sich durch die ganzen Einstellungen zu „klicken“. Woran ich mich allerdings immer noch nicht gewöhnt habe, ist das Umstellen, wenn man bspw. eine andere Stichplatte eingesetzt hat. Dabei ist schon die ein oder andere Nadel zu Bruch gegangen. Aber: Wo gehobelt wird, da fällt auch Spähne.


Zudem mag ich die Größe der Maschine – für mich absolut perfekt. Auf keinen Fall dürfte sie kleiner sein. Das Gewicht ist zwar ein bisschen „happig“, aber bis auf den Nähkurs wird sie so oder so nie transportiert.

Zubehörtechnisch ist auch einiges dabei gewesen. Der „Kleiderschrank“ ist ganz nett. So hat man immer alles zusammen und schön geordnet. Auf jeden Fall ein kleines Highlight über das man sich freut.

Der Fadenabschneider und der Einfädler sind ganz nett, waren für mich aber kein Kaufkriterium. Um ehrlich zu sein, nutze ich beides auch eher selten.

Mein Fazit:

Tolle Maschine, grandiose Verarbeitung und wirklich ein solides Ding mit ordentlich Pfeffer im Hintern. Taschenstoffe können wunderbar vernäht werden, mit den elastischen Stoffen tue ich mich zum aktuellen Zeitpunkt noch sehr schwer. Bernina hat viele kleine Details einfließen lassen über die ich mich total gefreut habe. Jetzt heißt es allerdings am „Ball bleiben“ und die ganzen Kniffe herausfinden. Übung macht ja bekanntlich den Meister, nicht wahr?

Trotzdem überwiegt derzeit die Frustration weshalb ich mir auch erst einmal eine Nähpause gönne und meine „Energie“ lieber in einen Bausatz für einen Schaufelraddampfer von 1898 investiere. Ein ziemliches Kontrastprojekt, aber es macht Spaß. 😉Ein bisschen Abstand kann nicht schaden, vielleicht fällt es mir so einfacher den Elan wieder zu finden und dann mit einem freien Kopf an die Sache heranzugehen.

Viele Grüße,
Anja

Werbung wegen Markennennung

Kommentare (11) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Anja!
    Dein Bericht erinnert mich sehr an meine Erlebnisse mit der 750. Ich glaube, ich war damals noch nicht bereit für so ein Gerät. Was habe ich den Kniehebel verflucht!
    Nun besitze ich eine 530 und eine L460. Wenn ich mich an die Cover setze, fehlt mir der Kniehebel …
    Auch ich musste dafür meinen Tisch absenken. Aber was mir noch viel mehr geholfen hat: Ich bediene mein Pedal mit dem linken Fuß. Hat nur ein paar Tage gedauert, bis ich mich umgestellt hatte, jetzt kann ich nicht mehr anders.
    Zum Thema Jersey: Ich nähe selten Jersey mit der Nähmaschine, ich hab ja Overlock und Cover. Aber manchmal muss es ja sein. Im Geradstich näht meine Bernina top, Probleme gibt es nur bei seitlichen Stichen. Für den Ausnahmefall hab ich immer Avalon da.
    Liebe Grüße
    Tanja

    Antworten

    • Hallo Tanja,
      lieben Dank für dein Feedback.
      Lustig, dass Du es sagst. Zur Zeit geht es mir ähnlich.
      Dieses Gefühl „noch nicht bereit für die Maschine zu sein“.
      Gut zu wissen, dass es scheinbar nicht nur mir so ergeht.

      Die Over,- und Coverlock benutze ich sonst auch.
      Allerdings bin ich manchmal zu faul um die Coverlock aus dem Schrank zu kramen und greife deswegen gern auf die elastischen Stiche der Nähmaschine zurück.
      Da ist es mir dann natürlich wichtig, dass die Stiche schön aussehen.

      Statt Avalon nutze ich gern das Soluvlies, was ich sonst auch bei der Stickmaschine in Benutzung habe.
      Geht auch ganz gut, braucht beim Saum allerdings ein bisschen Übung. *g*

      Liebe Grüße,
      Anja

      Antworten

  2. Hallo! Oh, das klingt aber irgendwie nicht so doll…. Ich habe mich damals beim Kauf einer neuen Maschine auch lange umgeschaut und verglichen – und den Vorteil, mindesten vier Läden mit Maschinen verschiedener Anbieter in der Nähe zu haben. Zusätzlich habe ich auf der Messe getestet.
    Bernina – muss ich ehrlich zugeben – ist bei mir wegen des Anschaffungspreises raus gefallen. Gelandet bin ich bei Janome und total glücklich. Ich hab mich hingesetzt und sofort total wohl gefühlt.
    Ich wünsche Dir mal, dass sich dieser Effekt bei Dir auch bald einstellt und Du Dich vor Deiner Maschine heimisch fühlst!
    Ach ja: einen Nähkurs besuche ich auch, alle zwei Wochen. Und das macht richtig Spaß und bringt den nötigen Ansporn. Und wenn man mal nicht viel näht, dann kann man sich immerhin 2,5 Stunden nett unterhalten 😉
    LG, Uta

    Antworten

    • Hallo Uta,
      im Nachhinein ärgere ich mich auch ziemlich, dass wir hier nicht die Möglichkeiten haben, Maschinen vor Ort ausgiebig zu testen.
      Mal eben so mehrere Stunden zum nächsten Fachhandel zu fahren ist meistens gar nicht so einfach. :/
      Wer weiß, wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, dann wäre die Wahl eventuell auf eine andere Maschine gefallen?

      Vielleicht werden wir diesen Besuch aber in den nächsten Wochen / Monaten nachholen und einen Fachhandel aufsuchen.
      Bis dahin möchte ich aber trotzdem versuchen die „Ziege“ zu bändigen. Wenn es nicht klappt, dann ist es so. 😉

      Viele Grüße,
      Anja

      Ps: Das mit dem Nähkurs klingt super, ich bin gespannt wie die hier bei uns im Ort sind. 🙂

      Antworten

    • Liebe Uta! Was hast Du für Janome? Mir geht es mit meiner Janome Horizon 8900 nämlich genau wie Anja mit der Bernina… beim Jersey… trotz Obertransport. Vor allem mag sie keine Jerseynadeln, da lässt sie mir Stiche aus und das Stichbild ist auch nicht zufriedenstellend.
      LG Michaela

      Antworten

  3. Ich habe mir vor kurzem die B570 gekauft und das Gefühl der totale Anfänger zu sein habe ich auch. Ich glaube es ist aber nur eine Frage der Zeit. Die Bernina funktioniert halt ganz anders, das muss sich erst einspielen. Bei mir war es auch so das ich zu viel Respekt von ihr hatte und auch Angst Werbung Stoffsponsoring kaputt zu machen. Was komplettes Blödsinn ist! Ich nähe jetzt seit Jahren, alle mögliche und weiß was ich tue. Seit dem ich mich entspannt habe läuft es auch besser. Ich hoffe du findest auch einen Weg zu deiner Maschine, es ist schon ein tolles Teil.
    Liebe Grüße,
    Lee

    Antworten

    • Hallo Lee!
      Das mit der Angst kann ich gut nachvollziehen. Man will das dann ja auch nicht versauen, weil sich die anderen auf Dich verlassen.
      Im Grunde hast du aber Recht, mit deiner Aussage. ♥

      Ich werde es auf jeden Fall weiter versuchen und dann schauen wir mal, was passiert.
      Wenn alle Stricke reißen, dann kann immer noch „getrennte Wege“ gehen.

      Viele Grüße,
      Anja

      Antworten

  4. Hm ganz ehrlich? Ich glaube, dein Gefühl wird sich nicht mehr ändern.
    Klar, sollte man bei jeder neuen Maschine 1 oder 2 Tage investieren, damit man die Maschine kennen lernt. Auch sollte man bei jeder neuen Stichart 1-2 Stunden einplanen, um in Ruhe die Einstellungen auszuprobieren und ein Vergleich zu seiner alten Maschine zu finden.

    Aber grade, wenn man KEIN Nähanfänger mehr ist, darf einem die Maschine nicht so den Spaß verderben, als währe man noch ein Nähanfänger, der von nichts eine Ahnung hat.

    Die Maschine jetzt in den Schrank zu stellen, ist komplett der falsche Weg. Leider kommt es immer mal wieder vor, das eine Maschine tatsächlich einen Defekt hat, oder falsch eingestellt. ist. Eine Reklamation wird deutlich schwieriger, wenn man das erst nach Monaten macht, weil die Maschine ungenutzt im Schrank stand.

    Bei Onlinkäufen gibt es eine gesetzliche Wiederrufsfrist. Ganz ehrlich? Wenn dir die Maschine den Spaß verdirbt, gib Sie zurück, dafür ist Sie zu teuer!

    Antworten

  5. Hallo Anja
    Ich nähe „nur“ auf einer Bernina activia 230, seit ich ein Obertransportfuss gekauft habe, bin ich super happy mit den elastischen Stoffen. Ich habe mich lange vor dem Kauf gedrückt, da das Teil nicht gerade billig ist, aber die Wirkung ist enorm: das Stichbild ist viel sauberer und der Stoff wird viel besser transportiert und nicht mehr so verzogen. Eine grössere, stärkere Maschine steht auch auf meinem Wunschzettel, muss aber noch ein Weilchen warten…
    Vielleicht hilft dir mein Tipp?
    Liebe Grüsse

    Antworten

  6. Hallo Anja,
    das mit dem Nähfrust ist ja doof. Aber immerhin kannst du dich mit anderen tollen Sachen beschäftigen 🙂
    Bei Lesen dachte ich, das ist ja lustig, ich habe die Maschine, die du vorher auch hattest und bin ganz zufrieden. Allerdings nähe ich keine Taschen…
    Ich bin auch nicht so großzügig mit meiner Maschine wie du, ich will sie nicht verstehen, sondern sie soll einfach auf Anhieb funktionieren! 🙂 Dass man Fadenspannungen einstellen muss, daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt, aber manchmal frage ich mich achon, warum die Maschine die richtige Fadenspannung nicht selber einregeln kann.
    Jedenfalls wünsche ich dir viel Erfolg mit der Bernina und dass deine Nähpause nicht zu lang wird!
    Cailin

    Antworten

    • Guten Morgen Cailin!
      Ich glaube,dass das, was Du beschreibst, immer so ein bisschen „das Problem“ ist.
      Mit meiner Pfaff hatte ich am Anfang auch einige Schwierigkeiten.
      Manchmal sind mir da sogar die Garnrollen um die Ohren geflogen. *g*
      Bei mir gab es immer Probleme mit dem Unterfaden / Oberfaden. Irgendwas ist immer passiert und bis ich dann herausgefunden hatte, dass ich dafür den kompletten Oberfaden neu einfädeln musste, waren schon einige Wochen vergangen.
      Aber irgendwann hat es dann „Klick“ gemacht. So wusste ich direkt was ich tun muss, damit nicht wieder ein Fadensalat entsteht. Schwierig, dass jetzt so im nachhinein zu erklären. 🙂

      Vor ein paar Tagen hatte ich mich hingesetzt und noch einmal geschaut, warum mir das einnähen des Reißverschlusses so schwer fällt. Was bei der Pfaff immer geklappt hatte, war bei der Bernina nicht der Fall. Mir ist dann z.B. aufgefallen, dass ich aus Gewohnheit (von der alten Maschine) den Reißverschlussfuß immer viel zu nah an der Raupe entlang geführt hatte und sich der Stoff dadurch nicht richtig transportieren lassen wollte und sich „verschoben“ hat. Das lag daran, dass der Nähfuß die Raupe zur Seite gedrückt hatte. Nach einigem ausprobieren hat es dann geklappt. Jetzt ist das einnähen kein Problem mehr.

      Ich denke, es ist einfach wichtig, dass man „versteht“ wie die Maschine funktioniert und sich nicht davor scheuen sollte alte Gewohnheiten abzulegen und etwas neues zu probieren. ♥

      Viele Grüße,
      Anja

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.